Affäre Takata: BMW, Toyota und Volkswagen nun im Fokus der Justiz
Die Nachrichten kommen wie ein Regenschauer über ein Fußballspiel auf einem Feld: Der Fall der Takata-Airbags gewinnt an Fahrt, und plötzlich stehen Giganten wie BMW, Toyota und Volkswagen im scharfen Blick der Justiz. Die Gerüchte kursieren und, wie so oft, ist es der große Umzug der Entschuldigungen. Doch nach einem Jahrzehnt des Vergessens merken sie, dass es vielleicht an der Zeit ist, die Karte der Transparenz auszuspielen. Oder zumindest die der Höflichkeit. Wer hätte gedacht, dass eine einfache Rückrufaktion zu einem so großen Zirkus werden könnte?
Alles beginnt mit Zahlen, die selbst einen Statistiker blass werden lassen würden. Von den 2,4 Millionen Fahrzeugen, die von diesem Drama betroffen sind, wurde bei einem Sicherheitsmangel gerade einmal 600.000 in die Obhut genommen. Das lässt eine halbe Million Autofahrer, die in der Falle sitzen, verzweifelt darauf warten, dass ihre Airbags, die sie schützen sollten, anstatt sie zum Arzt zu schicken, endlich ersetzt werden. Herr Charles-Henri Coppet, der eine Gruppe von 14 Opfern vertritt, zögert nicht, diese Zahlen als „zu optimistisch“ zu bezeichnen. Ein bisschen so, als würde man sagen, die Bushaltestelle sei nahe, während man auf ein Taxi wartet… im Regen!
Die Hersteller hingegen spielen die Straußpolitik. Nach 10 Jahren Versteckspiel wachen sie mit einem Baguette in der Hand und Mascara im Gesicht auf. Die Warnmeldungen zu diesen defekten Airbags wurden ignoriert wie die Beschwerden eines Kindes, das nicht ins Bett gehen möchte. Hier tritt die Verwaltung, wie so oft, etwas zu verschwörerisch und mit den Kopf in den Wolken auf. Herr Lèguevaques, der 3.000 frustrierte Autofahrer vertritt, nennt dies die „Aktion des Jahrhunderts“, wie einen großen Klassiker des Kinos, aber mit einem höheren Budget für Anwälte. Man versteht schnell, dass die zivilrechtliche Verantwortung für unsere Freunde in der Karosseriebranche ziemlich komplex wird.
Das Vertrauen der Autofahrer in die Reaktionsfähigkeit dieser Marken schwindet. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass weniger als 23 % der Fahrer, die sich der Gefährlichkeit ihres Fahrzeugs bewusst sind, innerhalb der vorgegebenen Frist die notwendigen Maßnahmen ergriffen haben. Für sie scheint der Austausch eines Takata-Airbags so erfreulich zu sein wie das Wechseln eines platten Reifens im strömenden Regen. Stattdessen zieht es die Mehrheit vor, das Problem zu ignorieren und geht davon aus, dass solange das Auto anspringt, alles in Ordnung ist. Welch schöner Optimismus!
Und nach all dem, was tun BMW, Toyota und Volkswagen? Abgesehen davon, dass sie sich zurückhalten und hoffen, dass der Wind sich zu ihren Gunsten dreht, nichts. Die Idee einer Sammelklage könnte diese Firmen weniger glamourös erscheinen lassen, als sie scheinen. Allerdings löst die Zeit, wie ein guter Whisky, oft viele Probleme. Doch für diejenigen, die auf einen Airbag warten, ist der Adrenalinschub eher eine schlechte Nachricht für die Gesundheit. Wer will schon starke Emotionen erleben, wenn man einfach sicher sein kann?
Quelle: www.caradisiac.com
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